Donnerstag, 19. März 2015

Die Floskel der Woche: «Zu unserer Entlastung senden wir Ihnen die Unterlagen zurück»



Was sagt dieser Satz dem Empfänger, der Empfängerin? Ihre Unterlagen haben uns sehr belastet, endlich sind wir frei von diesem Ballast, diesem unnützen Berg Papier. Da: Nehmen Sie sie zurück, damit wir endlich entlastet sind. Dieser Satz trifft voll ins Herz – vor allem, wenn sich jemand von sorgfältig zusammengestellten Bewerbungsunterlagen entlastet oder von einem Konzept, an dem Tag und Nacht gearbeitet wurde.

Besser (schlicht und einfach): «Wir senden Ihnen die Unterlagen zurück.»

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Mittwoch, 11. März 2015

Die Floskel der Woche: «Wir bitten um Ihre Stellungnahme»



«Stellungnahme» erinnert irgendwie an den Kasernenhof, wie ein militärischer Befehl, streng, unerbittlich, einschüchternd – als gäbe es kein Entrinnen. Ziemlich unsensibel, wer dieses Wort in der Geschäftskorrespondenz einsetzt und so dem Kunden, der Kundin das Messer an den Hals setzt.

Besser: «
Bitte teilen Sie uns Ihre Meinung bis 14. April 2015 mit», «Wie schätzen Sie die Situation ein?» oder «Bitte teilen Sie uns den Grund mit, warum der Liefertermin nicht eingehalten wurde».

Dienstag, 3. März 2015

Die Floskel der Woche: «Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom …»



Diese Präposition stammt aus der Zeit, als in den Amtsstuben am Stehpult noch mit Feder und Tinte geschrieben wurde. Doch auch die digitalen Kommunikationskanäle haben sie bis heute nicht ausgerottet – sie hält sich hartnäckig. Liegt das an den Beamten und Beamtinnen, die hinter den PCs sitzen?

Besser: weglassen. In den meisten Fällen weiss der Empfänger, die Empfängerin, auf was Sie «Bezug» nehmen. Und wenn es trotzdem sein muss: «Vielen Dank für Ihr Schreiben vom …».

Weitere Möglichkeiten: «Sie haben mir am 3. März 2015 mitgeteilt, dass …» oder «In Ihrer Offerte vom 2. März 2015 fehlen die Versand-
kosten».



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