Samstag, 5. Dezember 2015

Die Floskel der Woche: «Das Jahr neigt sich dem Ende zu»



Tipps für erfolgreiche Weihnachts- und Neujahrskarten

1. Erinnern Sie daran, dass das Jahr zu Ende geht

Die wenigsten Kunden haben realisiert, dass das Jahr zu Ende geht. Darum starten Sie den Text für die Weihnachtskarte immer mit dem Satz: «Das Jahr neigt sich dem Ende zu.» Varianten: «Wie die Zeit vergeht – bereits geht das Jahr wieder zu Ende» oder «Ein spannendes Jahr nähert sich dem Ende.»


2. Schreiben Sie überraschende Sätze

Zum Beispiel: «Wir wünschen Ihnen schöne Festtage und alles Gute im neuen Jahr.» Das haben Ihre Kunden und Kundinnen so garantiert noch in keiner Weihnachtskarte gelesen. «Besinnliche Festtage» ist auch schön. Und werden Sie mit « … im Kreise Ihrer Familie» ruhig mal etwas persönlich.

3. Oder noch besser: Nehmen Sie den Text vom Vorjahr

Copy and Paste – und schon kann die Druckmaschine loslegen. Der Text hat schliesslich immer gut funktioniert. Und wer erinnert sich schon an den Text vom letzten Jahr?



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Montag, 28. September 2015

Die Floskel der Woche «Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn …»



Man kann sich ehelich verbinden, einem Freund verbunden sein, mit einem Wort, Bild etwas verbinden oder irgendetwas ist mit Ärger verbunden.

Und, tatsächlich: Vor langer, langer Zeit, als die Zeitungen noch Fraktur-Schriften verwendeten und schwarz-weiss gedruckt wurden, meinte man mit «jemandem verbunden sein» auch, dass man ihm auch zu Dankbarkeit verpflichtet ist.

Im E-Mail-Zeitalter hat man für solches Geschnulze aber weder Zeit noch Verständnis. Deshalb ganz einfach: «Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie …»

Dienstag, 1. September 2015

Die Floskel der Woche: «Wir sind ein junges Team»



Wer nach Floskeln sucht, findet sie in Stellenanzeigen besonders oft. Sie schrecken Arbeitssuchende eher ab, als dass sie sie anziehen. Dass sie sich dann trotzdem einige bewerben, liegt nicht am Text, sondern eher an der miesen Wirtschaftslage. Nehmen wir doch ein Beispiel, das gefühlt in jeder dritten Stellenanzeige vorkommt: «Wir sind ein junges Team.»

Was sagt das jetzt aus? Ist dieser Satz als Blockade gegen Bewerbungen von über 50-Jährigen gemeint? Heisst das, dass hier nur Anfänger und Praktikanten arbeiten? Dass dieses Team keine Erfahrung hat und von dem deshalb nicht viel zu erwarten ist? Dass miserable Löhne bezahlt werden?

Man sieht: Eine Floskel mit grosser Wirkung. Und nicht gerade schmeichelnd für die Firma, die sie ahnungslos publiziert. Und vielleicht schreckt der Satz nicht nur Stellensuchende, sondern auch potenzielle Kunden ab.



Montag, 10. August 2015

Die Floskel der Woche: «Wir erlauben uns, Ihnen …»



Wer sich etwas ungefragt erlaubt, überschreitet Grenzen oder drängt dem Empfänger, der Empfängerin etwas gegen deren Willen auf. Die Floskel ergibt inhaltlich keinen Sinn. Entweder fragt man um Erlaubnis, oder man tut es einfach – aber «sich etwas erlauben» ist völlig unsinnig.

Voll daneben ist deshalb auch der vielgeschriebene Satz «Wir erlauben uns, Ihnen unser Honorar in Rechnung zu stellen.» Der Job ist doch erledigt, warum «erlaubt» man sich dann, die Rechnung dafür zuzustellen?

Deshalb: einfach weglassen.


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