Donnerstag, 18. Juni 2015

Die Floskel der Woche: «Die Sommerferien stehen vor der Türe»



Was nicht alles vor der Türe steht: Die Zeckensaison, die Sommerferien gerade aktuell, die Pensionierung, der Geburtstag, das Personalfest und – wetten – bald auch Weihnachten. Was für ein Gedränge! 

Klar kennen wir alle den übertragenen Sinn dieser Sätze mittlerweile. Gerade deswegen: Ist das wirklich noch eine überraschende Formulierung? 

Sagen wir es doch schlicht und einfach: Die Sommerferien beginnen am 14. Juli. Hans Muster wird Ende Jahr pensioniert. Und Weihnachten?



Freitag, 12. Juni 2015

Die Floskel der Woche: «Wir beraten Sie kompetent, professionell und engagiert»



Auf den ersten Blick scheint das ja ein ganz gelungener Satz zu sein. Erst beim zweiten kritischen Hinsehen wird er zur Phrase. Denn: Ist es nicht selbstverständlich, dass mein Optiker kompetent ist, der Maler professionell? Und wenn sie nicht engagiert sind, will ich mit ihnen gar nichts zu tun haben.

Eigenlob stinkt, sagt der Volksmund. Und so ist es auch mit diesem Satz.





Mittwoch, 3. Juni 2015

Die Floskel der Woche: «… und verbleibe mit freundlichen Grüssen»



Wo genau «verbleibt» da der Schreiber, die Schreiberin? Zur Salzsäule erstarrt hinter dem Bildschirm? Für immer und ewig oder nur bis zur nächsten Kaffeepause?

Ganz klar – diese Floskel gehört ins Reich jener, die den Empfängern noch immer «dienen» und sich «hochachtungsvoll» von ihnen verabschieden. 

Also: weglassen. «Freundliche Grüsse» als Grussformel am Ende des Briefes genügt.