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Unternehmenssprache: Bla blabla bla ...

«Kompetente Beratung, ein seriöses Offert- und Auftragswesen, eine klare Arbeitsplanung und die Qualitätssicherung sind für unser Unternehmen selbstverständlich und eine Voraussetzung für ein gutes Endprodukt.» Dieser Satz ist ein Kunstwerk: 210 Zeichen (inkl. Leerschlägen) und keine Aussage. Aneinandergereihte Selbstverständlichkeiten; klingt zwar auf den ersten Blick ganz passabel, ist aber nichts wert. «Ein Schadenfall ist eine ungewohnte Situation, die immer auch mit organisatorischem und administrativem Aufwand verbunden ist.» Danke, liebe Versicherung, darauf wären wir ohne diesen Hinweis nie gekommen. Das Auto hat zwar Totalschaden oder die Küche ist ausgebrannt – aber dass dies eine ungewohnte Situation sein könnte, verbunden mit administrativem Aufwand, das hätten wir ohne diesen Satz nicht herausgefunden. «Jede unserer Lösungen beginnt mit einer individuellen und fachmännischen Beratung. Unser oberstes Ziel ist es, Ihre Wünsche und Vorstellungen optimal u...

Lassen Sie die Finger von diesen 9 Floskeln

«In der Umgangssprache werden viele Floskeln verwendet, oft ohne dass man sich dessen bewusst ist. […] Dabei macht jede Floskel für sich noch kein schlechtes Deutsch aus. Allein ihr unablässiger, zwanghafter und unbewusster Gebrauch weist ihre Verwender als Menschen aus, die sich kaum, nicht hinreichend oder gar nicht mehr der Mühe sorgfältiger und präziser Formulierung unterziehen.» Der Wikipedia-Eintrag bringt es auf den Punkt: Floskeln sind nie persönlich, nie empfängerorientiert. Sie sind austauschbar und nie einzigartig. Sie vermitteln: Der Gesprächspartner ist es nicht wert, einen persönlichen und einzigartigen Satz zu formulieren. 1. «Danke für Ihre Aufmerksamkeit.» Das ist der banale Satz für Menschen, denen als Abschluss eines Vortrags, einer Präsentation (in acht von zehnt Powerpoint-Präsentationen) nichts besseres einfällt. Dabei: Für Aufmerksamkeit kann man sich nicht bedanken (vielleicht sind ja ein paar Zuhörende eingeschlafen oder haben auf dem iPhone E-...

Unsere Ausstellung bietet Ihnen eine grosse Auswahl

Bieten ist ein starkes Verb – nicht nur, weil es sich in den Vergangenheitsformen verändert. Es kann abwehrend eingesetzt werden: «Das lasse ich mir nicht bieten!» oder bedrohlich als «gebieten», wenn aufgrund von Autorität und Macht etwas befohlen wird. Mehr einschläfernd als bedrohlich wird das Verb in der Werbung und in der Korrespondenz eingesetzt: «Wir bieten Ihnen eine schöne Atmosphäre», schreibt das Restaurant. «Als Pneu-Discounter bieten wir unseren Kunden viele Vorteile», lesen wir in einem Werbeschreiben und das Altersheim «… bietet ambulante Pflege» an. Wie können diese langweiligen Sätze spannender formuliert werden? Floskelfrei schreiben!

6 Regeln für einen guten Text

«Schreibe kurz und sie werden es lesen. Schreibe klar und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft und sie werden es im Gedächtnis behalten.» Dieses Zitat stammt von Joseph Pulitzer, einem amerikanischen Journalisten und Zeitungsverleger, nach dem unter anderem der Pulitzer-Preis benannt wurde, der für Journalisten etwa den Stellenwert eines Oscars hat. Pulitzers erste beide Sätze kann man vorbehaltlos unterzeichnen. Bildhaft schreiben ist in der Geschäftskorrespondenz aber nur dosiert zu empfehlen.    Man kann aber sicher davon ausgehen, dass Pulitzer die folgenden 6 Regeln der Geschäftskorrespondenz auch gutheissen würde. Weil er 1911 verstorben ist, müssen wir allerdings es bei dieser Vermutung belassen. Regel 1:   Klare und kurze Sätze Der ideale Satz in einem E-Mail sollte nicht mehr als fünf bis sechs Wörter umfassen, in einem Brief nicht mehr als zehn bis zwölf. Was länger ist, kann nicht mit einem Blick erfasst werden und wird deshalb als mühsam...