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Bieten ist ein starkes Verb – nicht nur, weil es sich in den Vergangenheitsformen verändert. Es kann abwehrend eingesetzt werden: «Das lasse ich mir nicht bieten!» oder bedrohlich als «gebieten», wenn aufgrund von Autorität und Macht etwas befohlen wird.

Mehr einschläfernd als bedrohlich wird das Verb in der Werbung und in der Korrespondenz eingesetzt: «Wir bieten Ihnen eine schöne Atmosphäre», schreibt das Restaurant. «Als Pneu-Discounter bieten wir unseren Kunden viele Vorteile», lesen wir in einem Werbeschreiben und das Altersheim «… bietet ambulante Pflege» an.

Wie können diese langweiligen Sätze spannender formuliert werden?


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Die Floskel der Woche «Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn …»

Man kann sich ehelich verbinden, einem Freund verbunden sein, mit einem Wort, Bild etwas verbinden oder irgendetwas ist mit Ärger verbunden. Und, tatsächlich: Vor langer, langer Zeit, als die Zeitungen noch Fraktur-Schriften verwendeten und schwarz-weiss gedruckt wurden, meinte man mit «jemandem verbunden sein» auch, dass man ihm auch zu Dankbarkeit verpflichtet ist. Im E-Mail-Zeitalter hat man für solches Geschnulze aber weder Zeit noch Verständnis. Deshalb ganz einfach: «Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie …»

Die Floskel der Woche: «Wir würden uns über Ihren Auftrag sehr freuen»

Würden, möchten, dürfen …. Man nennt sie Modalverben und sie machen Sätze schwammig, unsicher, ziellos. Oder sogar feige, weil man nicht wagt, direkt auszusprechen, was man will. Darum heissen sie ja Modalverben, weil sie immer nur eine Möglichkeit, einen vagen Wunsch einleiten und alles offen lassen. «Ich würde mich freuen», heisst noch lange nicht, dass ich mich freue. Ich ziehe es nur als Möglichkeit in Betracht. Und wenn ich schreibe «Wir würden uns auf Ihren Auftrag sehr freuen», ist das auch noch nicht ganz sicher. Damit signalisiere ich dem potenziellen Kunden nur: Ich weiss nicht so recht, es wäre eine Möglichkeit, aber es muss nicht unbedingt sein, dass Sie uns den Auftrag erteilen. Also: Statt « Wir würden uns über  Ihren Auftrag sehr freuen», besser: « Wir freuen uns auf Ihren Auftrag!» Ja, mit Ausrufezeichen! Firmenkurse   Wortstark on facebook  

Die Floskel der Woche: «Das Jahr neigt sich dem Ende zu»

Tipps für erfolgreiche Weihnachts- und Neujahrskarten 1. Erinnern Sie daran, dass das Jahr zu Ende geht Die wenigsten Kunden haben realisiert, dass das Jahr zu Ende geht. Darum starten Sie den Text für die Weihnachtskarte immer mit dem Satz: «Das Jahr neigt sich dem Ende zu.» Varianten: «Wie die Zeit vergeht – bereits geht das Jahr wieder zu Ende» oder «Ein spannendes Jahr nähert sich dem Ende.» 2. Schreiben Sie überraschende Sätze Zum Beispiel: «Wir wünschen Ihnen schöne Festtage und alles Gute im neuen Jahr.» Das haben Ihre Kunden und Kundinnen so garantiert noch in keiner Weihnachtskarte gelesen. «Besinnliche Festtage» ist auch schön. Und werden Sie mit « … im Kreise Ihrer Familie» ruhig mal etwas persönlich. 3. Oder noch besser: Nehmen Sie den Text vom Vorjahr Copy and Paste – und schon kann die Druckmaschine loslegen. Der Text hat schliesslich immer gut funktioniert. Und wer erinnert sich schon an den Text vom letzten Jahr? Like us on Facebook!